Sagen Sie «Du» mit dem gleichen Respekt wie «Sie»
Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Das «Du» oder «Sie» ist im Geschäftsleben gleich geregelt wie bei der Begrüssung. Die hierarchischen Kriterien eines Betriebes entscheiden. Im deutsch- und französischsprachigen Raum bietet der Ranghöhere dem Rangniedrigeren das «Du» an. Englischsprachige Partner können irritiert sein, wenn Sie und Ihr Chef sich siezen. Auch beim Duzen sollten Sie Ihrem Gegenüber Wertschätzung erweisen: durch richtige Haltung, Wortwahl, Mimik und Gestik.
Sie dürfen ein «Du» auch ablehnen
Wenn Sie das «Du» als unpassend empfinden oder Sie Ihren Gesprächspartner (noch) nicht mit Vornamen oder «Du» ansprechen möchten, können Sie taktvoll auf das Duzen verzichten. Mit einer Bemerkung wie: «Danke für das freundliche Angebot; bitte lassen Sie mir noch ein bisschen Zeit. Vielleicht können wir dies zu einem späteren Zeitpunkt in einem passenden Rahmen nachholen.» Obwohl ein partnerschaftlich geprägtes Denken zwar das Betriebsklima verbessert und dadurch schneller zu positiven Ergebnissen führt, so hängt dies doch nicht ausschliesslich vom Duzen ab.
Achtung Stolpersteine
Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Etwas Weitsicht und Zurückhaltung sind auch bei feucht-fröhlichen Firmenfesten angezeigt – weil Ihnen am Tag danach wieder dieselben Arbeitskollegen und Vorgesetzten gegenüber sitzen. Falls Sie einmal nachträglich einen Duz-Entscheid bereuen, sprechen Sie in einem ruhigen Moment mit dem Betroffenen und erläutern Sie kurz Ihre Beweggründe. Verzichten Sie im Berufsleben auf den Kussaustausch und ersparen Sie sich das Brüderschafttrinken. Für ein «Du» im Business reicht ein Handschlag völlig aus.
Anrede der Arbeitskollegin im Kundengespräch
Wie lautet die korrekte Ansprache, wenn Sie sich mit Ihrer Arbeitskollegin duzen und bei einem Kunden eine Besprechung abhalten? Sprechen Sie Ihre Arbeitskollegin während des direkten Gesprächs immer mit dem Vornamen an; nicht aber, wenn Sie über sie mit Ihrem Kunden reden. Beispiel: «Frau Gerber legt Ihnen nun unseren Projektbericht vor.» Jetzt richten Sie sich an Ihre Duz-Kollegin: «Sarah, bitte führ uns die Präsentation vor, danke.» Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Höflichkeit, Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.
Werden Sie lieber mit “Du” oder “Sie” angesprochen?
Akademiker stellen sich nicht mit Titel vor, wogegen derjenige des Gegenübers immer genannt wird. Auch wer selber über keinen Titel verfügt, spricht höflicherweise den Titel des anderen aus. Floskeln sind zu vermeiden. Statt «Gestatten, darf ich mich Ihnen vorstellen» ist das direkte «Mein Name ist Blacky Sockmann, ich bin verantwortlich für das Personalwesen» zu bevorzugen.
Ein beliebter Zeitpunkt für einen kleinen Toast an die geladenen Gäste ist unmittelbar nach dem Servieren der Vorspeise und vor dem ersten Schluck Wein. Dies ist auch gleichzeitig das Signal des Gastgebers, dass nun das offizielle Essen beginnt. Meist wird nach dem Hauptgang und vor dem Dessert noch eine kleine Tischrede gehalten – sie sollte kurz, knackig und sympathisch auf den Anlass oder die Gefeierten eingehen. Idealerweise begleitet von heiterer Gestik, Mimik und Wortwahl sowie einer dezenten Lautstärke.










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