Jan 07

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Das «Du» oder «Sie» ist im Geschäftsleben gleich geregelt wie bei der Begrüssung. Die hierarchischen Kriterien eines Betriebes entscheiden. Im deutsch- und französischsprachigen Raum bietet der Ranghöhere dem Rangniedrigeren das «Du» an. Englischsprachige Partner können irritiert sein, wenn Sie und Ihr Chef sich siezen. Auch beim Duzen sollten Sie Ihrem Gegenüber Wertschätzung erweisen: durch richtige Haltung, Wortwahl, Mimik und Gestik.

Sie dürfen ein «Du» auch ablehnen

Wenn Sie das «Du» als unpassend empfinden oder Sie Ihren Gesprächspartner (noch) nicht mit Vornamen oder «Du» ansprechen möchten, können Sie taktvoll auf das Duzen verzichten. Mit einer Bemerkung wie: «Danke für das freundliche Angebot; bitte lassen Sie mir noch ein bisschen Zeit. Vielleicht können wir dies zu einem späteren Zeitpunkt in einem passenden Rahmen nachholen.» Obwohl ein partnerschaftlich geprägtes Denken zwar das Betriebsklima verbessert und dadurch schneller zu positiven Ergebnissen führt, so hängt dies doch nicht ausschliesslich vom Duzen ab.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Etwas Weitsicht und Zurückhaltung sind auch bei feucht-fröhlichen Firmenfesten angezeigt – weil Ihnen am Tag danach wieder dieselben Arbeitskollegen und Vorgesetzten gegenüber sitzen. Falls Sie einmal nachträglich einen Duz-Entscheid bereuen, sprechen Sie in einem ruhigen Moment mit dem Betroffenen und erläutern Sie kurz Ihre Beweggründe. Verzichten Sie im Berufsleben auf den Kussaustausch und ersparen Sie sich das Brüderschafttrinken. Für ein «Du» im Business reicht ein Handschlag völlig aus.

Anrede der Arbeitskollegin im Kundengespräch

Wie lautet die korrekte Ansprache, wenn Sie sich mit Ihrer Arbeitskollegin duzen und bei einem Kunden eine Besprechung abhalten? Sprechen Sie Ihre Arbeitskollegin während des direkten Gesprächs immer mit dem Vornamen an; nicht aber, wenn Sie über sie mit Ihrem Kunden reden. Beispiel: «Frau Gerber legt Ihnen nun unseren Projektbericht vor.» Jetzt richten Sie sich an Ihre Duz-Kollegin: «Sarah, bitte führ uns die Präsentation vor, danke.» Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Höflichkeit, Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.

Werden Sie lieber mit “Du” oder “Sie” angesprochen?

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Dez 02

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Sowohl in der Geschäftswelt als auch im Privatleben zählt beim Vorstellen und Bekanntmachen nur die Hierarchie. Das Geschlecht spielt bei der Rangordnung keine Rolle mehr. Es wird immer einem Ranghöheren ein Rangniedriger vorgestellt – beispielsweise der neue Mitarbeiter dem Abteilungsleiter. Bei der eigenen Vorstellung nennt man Vor- und Nachnamen – idealerweise begleitet durch die Abgabe bzw. das Austauschen der Visitenkarte.

Noblesse oblige

Akademiker stellen sich nicht mit Titel vor, wogegen derjenige des Gegenübers immer genannt wird. Auch wer selber über keinen Titel verfügt, spricht höflicherweise den Titel des anderen aus. Floskeln sind zu vermeiden. Statt «Gestatten, darf ich mich Ihnen vorstellen» ist das direkte «Mein Name ist Blacky Sockmann, ich bin verantwortlich für das Personalwesen» zu bevorzugen.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Oftmals sind bei Vorstellungssituationen – besonders in einer Gruppe – die hierarchischen Verhältnisse schwer abzuschätzen. Anstelle eines vorschnellen Lossprudelns empfiehlt es sich, gut zu beobachten und genau hinzuhören. Vornehme Zurückhaltung verschafft zudem Zeit zum Nachdenken.

Bekanntmachen von Dritten

Beim Vorstellen in einer Gruppe wird immer der neu dazu Kommende der Gruppe präsentiert. Frauen und Männer machen sich dabei selbst bekannt. Beispiele: «Ich heisse Marco Sulser. Ich bin Jutta Carstens. Mein Name ist Josef Burgleitner». Nur den Nachnamen zu nennen, wirkt zu knapp und unpersönlich. Deshalb kombinieren Männer immer den Vor- und Nachnamen; Frauen dürfen sich auch mit «Guten Tag, ich bin Marianna Buzzera» vorstellen. Und wenn Sie mal nicht mehr weiter wissen: Einfach Höflichkeit und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Dez 02

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Ein Trinkspruch (Toast) kann vom Grillfest über die Verlobungsparty bis hin zum hochoffiziellen Festakt praktisch überall vorgetragen werden. Meist vom Gastgeber ausgesprochen – als Dank für das Erscheinen und auf das Wohl seiner Gäste. Der Ausspruch des Toasts kann auch an den Tafelmajor übertragen werden, der im Namen des Einladenden durch den Anlass führt. Je nach Anlass, Gästeschar und Rahmen ist vom Bonmot bis zum Lobgesang alles möglich.

Humorvoll und pointiert

Ein beliebter Zeitpunkt für einen kleinen Toast an die geladenen Gäste ist unmittelbar nach dem Servieren der Vorspeise und vor dem ersten Schluck Wein. Dies ist auch gleichzeitig das Signal des Gastgebers, dass nun das offizielle Essen beginnt. Meist wird nach dem Hauptgang und vor dem Dessert noch eine kleine Tischrede gehalten – sie sollte kurz, knackig und sympathisch auf den Anlass oder die Gefeierten eingehen. Idealerweise begleitet von heiterer Gestik, Mimik und Wortwahl sowie einer dezenten Lautstärke.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Obwohl es eine beinahe unermessliche Vielzahl von Trinksprüchen gibt, sollte man sie auf jeden Fall immer an den Anlass und das Niveau der geladenen Gäste anpassen. Keine Egotrips nur des Bonmots wegen. Keine indiskreten Anspielungen auf die Privatsphäre eines Gastes, ebenso wenig soll über Geschäftsinterna geplaudert oder über das Personal getratscht werden. Der Gau für Gäste: ein langatmiges, langweiliges oder unpersönliches Geplapper.

Immer authentisch und von Herzen

Ein Trinkspruch hebt oft die Stimmung der ganzen Runde. Üblicherweise wird den feiernden Gästen gedankt und viel Glück, Gesundheit, Wohlstand und Erfolg gewünscht. Der Toast wird dabei meist einer Person oder einer ganzen Gruppe gewidmet. Ein persönlicher Toast zu einem Geburtstag braucht beispielsweise keine durchdachte Vorbereitung. Der Zuprostende kann einfach spontan zum Ausdruck bringen, was er in seinem Herzen fühlt. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Taktgefühl und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Nov 18

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Im Geschäftsbereich richtet sich die Abfolge der Begrüssung nach Rang, Alter und Geschlecht. Fällt die Definition der Grüsshierarchie schwer, darf von dieser Regel durchaus abgewichen und die Hand der Reihe nach gereicht werden. Im privaten Gesellschaftsleben grüsst grundsätzlich der Kommende zuerst – unterwegs, wer einen Bekannten als Erster sieht. Bei flüchtigen Begegnungen genügt ein Kopfnicken oder Lächeln.

In jedem Fall entgegenkommend

Begrüssen - aber richtig!

Protagonisten, Umstände und Situation vor Ort bestimmen letztlich die Reihenfolge der Begrüssung: Rang – Alter – Geschlecht. Zuerst wird der Ranghöchste oder die ältere Person oder die Dame vor dem Herrn begrüsst und willkommen geheissen.

Achtung Stolperstein

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Dazu gehören das vorschnelle Ausstrecken der Hand bei gleichzeitiger Missachtung der Hierarchien, das Belassen der linken Hand in Rock- oder Hosentasche sowie das eigene Vorstellen mit seinen akademischen Titeln oder Auszeichnungen.

Wertschätzung auf jeder Ebene

Richtig begrüssen heisst wertschätzen. Sich dabei aus einer Sitzposition zu erheben, bedeutet nicht nur Anstand, sondern ist ein absolutes Muss – für beide Geschlechter. Ein Handschlag, mit kurzem leichtem Druck, schafft Nähe und Vertrauen. Dem Gegenüber in die Augen schauen und dabei freundlich lächeln, kann das Eis brechen. Der richtig ausgesprochene Name hilft garantiert, die Tür des Vertrauens noch weiter zu öffnen. Apropos Türe: Ein Kunde oder Besucher sollte niemals die Türen selber öffnen oder schliessen müssen – dies ist immer Sache des Gastgebers. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Sep 14

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Das aufdringliche Mithören auf engstem Raum ist für viele Unbeteiligte eine Zumutung. Daher besser Stummschaltung einsetzen bei: Kundenbesuch, Konferenz, Vorstellungsgespräch, Businessmeeting; aber auch Privat in Ruhezonen, öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. Erwarten Sie ein wichtiges Gespräch – Vibrationsalarm einschalten, Anruf annehmen und wenn möglich nach draussen gehen – bei Rückkehr kurz entschuldigen. Betriebliche Interna, Vertrauliches und Privates sollten nicht übers Mobile ausgetauscht werden.

Segen oder Plage

Der Umgang mit Handys

Keine Frage: Handys sind heute nicht mehr wegzudenkende Kommunikationsinstrumente. Richtig eingesetzt, sind sie geniale Garanten für Mobilität und Erreichbarkeit. Doch wenn Ruhe, Konzentration, Privatsphäre oder Entspannungsphasen dauernd mit skurrilen Klingeltönen gestört werden, ist fertig lustig. Wichtig: Es ist so deutlich wie nötig und so leise wie möglich zu kommunizieren. Dabei gilt es, sich kurz zu fassen. Bei Anrufen ist sofort nachzufragen, ob der Gesprächspartner überhaupt frei reden kann. Und: Man kann das Handy auch einfach einmal abschalten. Oder auf den lautlosen Vibrationsalarm stellen.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Handyfreie Zonen sind zu respektieren: Standesamt, Kirche, Friedhof, Oper, Theater, Konzert, Kino, Ausstellung, Vorlesung, Vortrag, Seminar, Wartezimmer in Ärztepraxis, Restaurant (Mobile auf dem Tisch = Fauxpas). Ebenso sind alle Sicherheitsbereiche wie Flugzeuge, Spitäler und Tankstellen zu beachten. Sollte das Mobile in einer ungünstigen Situation klingeln, wird der Anruf nicht entgegengenommen und ausgeschaltet. Ein Rückruf mit Entschuldigung (bei nächster Gelegenheit) ist Anstandssache.

Toleranz und Sensibilität

Feingespür im Umgang mit Mobiles gehört heute zu den guten Umgangsformen. Die meisten Menschen fühlen sich vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln gestört, belästigt und genervt, wenn sie ungewollt lautstarken Telefongesprächen zuhören müssen. Das Mobile sollte auch bei gesellschaftlichen Anlässen nur im Notfall benutzt werden. Denn an Partys, Cocktails und Aperitifs kann ansonsten kein vernünftiger Gesprächsfaden gesponnen werden. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiterwissen: Einfach Gelassenheit und guten Menschenverstand walten lassen und mit voller Hingabe das gute Gespräch oder die Ruhe geniessen.

Wo finden Sie, sind Handys fehl am Platz?

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