Jan 12

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Grundsätzlich lässt der Mann die Frau vorangehen. Beim Eintritt in ein Restaurant schreitet jedoch der Mann oder Gastgeber voraus. Beim Verlassen von Restaurant, Bar oder Club geht die Frau voran. Ebenso beim Hinaufsteigen von Treppen – sei es im Treppenhaus oder auf einen Aussichtsturm. Wenn es die Stufen wieder hinuntergeht, schreitet der Herr voran.

Klug ist, wer höflich bleibt

Generell haben Respektspersonen bzw. Ranghöhere den Vortritt gegenüber den Rangniedrigeren: Der Gast kommt vor dem Gastgeber, der Chef vor dem Angestellten, der Ältere vor dem Jüngeren. Sollte Ihnen allerdings der Vortritt gelassen werden, nehmen Sie diese Geste der Höflichkeit sofort dankend an, ohne mit langem Hin und Her grosses Aufsehen zu veranstalten.

Achtung Stolpersteine
Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Drängler fallen überall unangenehm auf. Am Buffet, Ticketautomaten, Kassenhäuschen oder gar im Strassenverkehr. Auch wenn es um das Besteigen eines Fahrzeuges oder öffentlichen Verkehrsmittels geht: Zuerst alle aussteigen lassen, bevor man einsteigt. Dasselbe gilt bei Türen und Eingängen – zuerst jemanden rauslassen, bevor man eintritt. Seien Sie geduldig und lassen Sie Ihre gute Erziehung für sich sprechen. Übrigens: Wo befindet sich der Ehrenplatz im Privatauto oder Taxi? Die Sitzordnung bei mehreren Mitfahrenden wird so geregelt, dass derjenige, der zahlt, auch den Ehrenplatz auf dem Beifahrersitz beanspruchen kann.

Geschätzte Aufmerksamkeit
In der Geschäftswelt ist ein «Ladies first» heutzutage nahezu unüblich geworden. Es ist jedoch kein Fauxpas, einer Dame da und dort mit einer freundlichen Geste den Vortritt zu lassen: Sei es beim Einsteigen oder Aussteigen lassen bei einem Lift oder bei Fahrzeugen (Auto, Taxi, Bus, Strassenbahn, Zug, Kutsche), in der Warteschlange, am Billettschalter oder beim bedienten Verkaufstresen im Laden. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach immer möglichst galant und nachsichtig sein sowie den gesunden Menschenverstand walten lassen.

Sind Sie schon einmal ins Fettnäpfchen getreten?

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Jan 07

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Das «Du» oder «Sie» ist im Geschäftsleben gleich geregelt wie bei der Begrüssung. Die hierarchischen Kriterien eines Betriebes entscheiden. Im deutsch- und französischsprachigen Raum bietet der Ranghöhere dem Rangniedrigeren das «Du» an. Englischsprachige Partner können irritiert sein, wenn Sie und Ihr Chef sich siezen. Auch beim Duzen sollten Sie Ihrem Gegenüber Wertschätzung erweisen: durch richtige Haltung, Wortwahl, Mimik und Gestik.

Sie dürfen ein «Du» auch ablehnen

Wenn Sie das «Du» als unpassend empfinden oder Sie Ihren Gesprächspartner (noch) nicht mit Vornamen oder «Du» ansprechen möchten, können Sie taktvoll auf das Duzen verzichten. Mit einer Bemerkung wie: «Danke für das freundliche Angebot; bitte lassen Sie mir noch ein bisschen Zeit. Vielleicht können wir dies zu einem späteren Zeitpunkt in einem passenden Rahmen nachholen.» Obwohl ein partnerschaftlich geprägtes Denken zwar das Betriebsklima verbessert und dadurch schneller zu positiven Ergebnissen führt, so hängt dies doch nicht ausschliesslich vom Duzen ab.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Etwas Weitsicht und Zurückhaltung sind auch bei feucht-fröhlichen Firmenfesten angezeigt – weil Ihnen am Tag danach wieder dieselben Arbeitskollegen und Vorgesetzten gegenüber sitzen. Falls Sie einmal nachträglich einen Duz-Entscheid bereuen, sprechen Sie in einem ruhigen Moment mit dem Betroffenen und erläutern Sie kurz Ihre Beweggründe. Verzichten Sie im Berufsleben auf den Kussaustausch und ersparen Sie sich das Brüderschafttrinken. Für ein «Du» im Business reicht ein Handschlag völlig aus.

Anrede der Arbeitskollegin im Kundengespräch

Wie lautet die korrekte Ansprache, wenn Sie sich mit Ihrer Arbeitskollegin duzen und bei einem Kunden eine Besprechung abhalten? Sprechen Sie Ihre Arbeitskollegin während des direkten Gesprächs immer mit dem Vornamen an; nicht aber, wenn Sie über sie mit Ihrem Kunden reden. Beispiel: «Frau Gerber legt Ihnen nun unseren Projektbericht vor.» Jetzt richten Sie sich an Ihre Duz-Kollegin: «Sarah, bitte führ uns die Präsentation vor, danke.» Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Höflichkeit, Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.

Werden Sie lieber mit “Du” oder “Sie” angesprochen?

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Dez 02

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Sowohl in der Geschäftswelt als auch im Privatleben zählt beim Vorstellen und Bekanntmachen nur die Hierarchie. Das Geschlecht spielt bei der Rangordnung keine Rolle mehr. Es wird immer einem Ranghöheren ein Rangniedriger vorgestellt – beispielsweise der neue Mitarbeiter dem Abteilungsleiter. Bei der eigenen Vorstellung nennt man Vor- und Nachnamen – idealerweise begleitet durch die Abgabe bzw. das Austauschen der Visitenkarte.

Noblesse oblige

Akademiker stellen sich nicht mit Titel vor, wogegen derjenige des Gegenübers immer genannt wird. Auch wer selber über keinen Titel verfügt, spricht höflicherweise den Titel des anderen aus. Floskeln sind zu vermeiden. Statt «Gestatten, darf ich mich Ihnen vorstellen» ist das direkte «Mein Name ist Blacky Sockmann, ich bin verantwortlich für das Personalwesen» zu bevorzugen.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Oftmals sind bei Vorstellungssituationen – besonders in einer Gruppe – die hierarchischen Verhältnisse schwer abzuschätzen. Anstelle eines vorschnellen Lossprudelns empfiehlt es sich, gut zu beobachten und genau hinzuhören. Vornehme Zurückhaltung verschafft zudem Zeit zum Nachdenken.

Bekanntmachen von Dritten

Beim Vorstellen in einer Gruppe wird immer der neu dazu Kommende der Gruppe präsentiert. Frauen und Männer machen sich dabei selbst bekannt. Beispiele: «Ich heisse Marco Sulser. Ich bin Jutta Carstens. Mein Name ist Josef Burgleitner». Nur den Nachnamen zu nennen, wirkt zu knapp und unpersönlich. Deshalb kombinieren Männer immer den Vor- und Nachnamen; Frauen dürfen sich auch mit «Guten Tag, ich bin Marianna Buzzera» vorstellen. Und wenn Sie mal nicht mehr weiter wissen: Einfach Höflichkeit und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Dez 02

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Ein Trinkspruch (Toast) kann vom Grillfest über die Verlobungsparty bis hin zum hochoffiziellen Festakt praktisch überall vorgetragen werden. Meist vom Gastgeber ausgesprochen – als Dank für das Erscheinen und auf das Wohl seiner Gäste. Der Ausspruch des Toasts kann auch an den Tafelmajor übertragen werden, der im Namen des Einladenden durch den Anlass führt. Je nach Anlass, Gästeschar und Rahmen ist vom Bonmot bis zum Lobgesang alles möglich.

Humorvoll und pointiert

Ein beliebter Zeitpunkt für einen kleinen Toast an die geladenen Gäste ist unmittelbar nach dem Servieren der Vorspeise und vor dem ersten Schluck Wein. Dies ist auch gleichzeitig das Signal des Gastgebers, dass nun das offizielle Essen beginnt. Meist wird nach dem Hauptgang und vor dem Dessert noch eine kleine Tischrede gehalten – sie sollte kurz, knackig und sympathisch auf den Anlass oder die Gefeierten eingehen. Idealerweise begleitet von heiterer Gestik, Mimik und Wortwahl sowie einer dezenten Lautstärke.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Obwohl es eine beinahe unermessliche Vielzahl von Trinksprüchen gibt, sollte man sie auf jeden Fall immer an den Anlass und das Niveau der geladenen Gäste anpassen. Keine Egotrips nur des Bonmots wegen. Keine indiskreten Anspielungen auf die Privatsphäre eines Gastes, ebenso wenig soll über Geschäftsinterna geplaudert oder über das Personal getratscht werden. Der Gau für Gäste: ein langatmiges, langweiliges oder unpersönliches Geplapper.

Immer authentisch und von Herzen

Ein Trinkspruch hebt oft die Stimmung der ganzen Runde. Üblicherweise wird den feiernden Gästen gedankt und viel Glück, Gesundheit, Wohlstand und Erfolg gewünscht. Der Toast wird dabei meist einer Person oder einer ganzen Gruppe gewidmet. Ein persönlicher Toast zu einem Geburtstag braucht beispielsweise keine durchdachte Vorbereitung. Der Zuprostende kann einfach spontan zum Ausdruck bringen, was er in seinem Herzen fühlt. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Taktgefühl und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Nov 25

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Missgeschicke passieren überall. Termin nicht eingehalten, am falschen Ort auf die Verabredung gewartet, eine Leihgabe zu spät retourniert. Keiner gibt gerne Fehler zu. Mit einem klärenden Telefongespräch bringt man Freundschaften wieder ins Lot. In der Geschäftswelt braucht es meistens ein Entschuldigungsschreiben. Blumenstrauss oder Weinflasche helfen ebenfalls.

Besonnen statt überstürzt

Entschuldigen Sie sich!

An allen Orten, wo Menschen leben oder arbeiten, kommt es unvermeidlich zu Situationen, bei denen etwas schief läuft. Ihr Gegenüber hat Sie vielleicht falsch interpretiert, Sie haben jemanden ungewollt gekränkt oder versetzt, der Chef hat die Unterlagen nicht rechtzeitig erhalten. Tausende von Möglichkeiten irgendwie zu patzen. Warten Sie ein Weilchen, bis sich schlechte Laune, Ärger und Frust gelegt haben. Dann lösen Sie den Fall offen und verständnisvoll.

Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Warten Sie jedoch nicht zu lange, bis Sie sich entschuldigen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Sie entweder vergesslich oder aber arrogant, mutlos, feige und desinteressiert sind, um für das Missgeschick geradezustehen. Zeigen Sie Rückgrat – begegnen Sie Ihrem Gegenüber. Mündlich oder schriftlich.

Eingestehen statt abstreiten

Gerade in einer Welt, die voll auf Perfektionismus programmiert ist, fällt das Eingeständnis für das eigene Unvermögen oder ausgelöste Missgeschicke niemandem leicht. Überdenken Sie nochmals das Geschehene, erkennen Sie den Auslöser des Fauxpas und formulieren Sie Ihre Entschuldigung mit den richtigen Worten. Hauptsache, es kommt von tiefem Herzen und ist zu 100 Prozent ehrlich gemeint. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Ohne grosse Worte einfach Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Nov 18

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Im Geschäftsbereich richtet sich die Abfolge der Begrüssung nach Rang, Alter und Geschlecht. Fällt die Definition der Grüsshierarchie schwer, darf von dieser Regel durchaus abgewichen und die Hand der Reihe nach gereicht werden. Im privaten Gesellschaftsleben grüsst grundsätzlich der Kommende zuerst – unterwegs, wer einen Bekannten als Erster sieht. Bei flüchtigen Begegnungen genügt ein Kopfnicken oder Lächeln.

In jedem Fall entgegenkommend

Begrüssen - aber richtig!

Protagonisten, Umstände und Situation vor Ort bestimmen letztlich die Reihenfolge der Begrüssung: Rang – Alter – Geschlecht. Zuerst wird der Ranghöchste oder die ältere Person oder die Dame vor dem Herrn begrüsst und willkommen geheissen.

Achtung Stolperstein

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Dazu gehören das vorschnelle Ausstrecken der Hand bei gleichzeitiger Missachtung der Hierarchien, das Belassen der linken Hand in Rock- oder Hosentasche sowie das eigene Vorstellen mit seinen akademischen Titeln oder Auszeichnungen.

Wertschätzung auf jeder Ebene

Richtig begrüssen heisst wertschätzen. Sich dabei aus einer Sitzposition zu erheben, bedeutet nicht nur Anstand, sondern ist ein absolutes Muss – für beide Geschlechter. Ein Handschlag, mit kurzem leichtem Druck, schafft Nähe und Vertrauen. Dem Gegenüber in die Augen schauen und dabei freundlich lächeln, kann das Eis brechen. Der richtig ausgesprochene Name hilft garantiert, die Tür des Vertrauens noch weiter zu öffnen. Apropos Türe: Ein Kunde oder Besucher sollte niemals die Türen selber öffnen oder schliessen müssen – dies ist immer Sache des Gastgebers. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Respekt und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Nov 10

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in Restaurants das Trinkgeld generell überall inbegriffen. Dennoch ist es üblich, dem Servicepersonal für zuvorkommende Leistungen einen zusätzlichen Obolus zu entrichten. In der Regel gelten in diesen drei Ländern fünf bis zehn Prozent als angemessen. Für Coiffeur, Taxi, Kurier oder Hotelbedienung gibts bei Zufriedenheit ein Trinkgeld (2-5 Franken bzw. 1-3 Euro) oder einen Rundungsbetrag in der Höhe von etwa fünf Prozent der Rechnung. Je höher die Faktura desto geringer kann der Mehrbetrag sein. Wollen Sie mit Ihrem Trinkgeld in der Gaststätte auch das Küchenpersonal erfreuen, so sollten Sie dies ausdrücklich erwähnen.

Extralohn für Extraleistung

Extralohn für Zusatzleistungen

Zusatzleistungen, die ein Trinkgeld – im Sinne eines Extrabatzens – zwischen fünf und zehn Prozent des Rechnungsbetrags rechtfertigen: kurze Wartezeiten; Beratung bei der Menuauswahl; Anbieten von Optionen; vortreffliche Weinempfehlung; Mitdenken und aufmerksames Beobachten; Nachschenken der Getränke; im richtigen Moment zur Stelle sein; von A bis Z freundlich und zuvorkommend bedienen.

Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Knauseriges Verhalten ist genauso verpönt wie angeberisches Herumprahlen. Auch in der Gastronomie verdient man sein Geld nicht leicht – das Personal könnte ein arrogant hingeschmissenes Overtip als herablassend und entwürdigend taxieren. Platzieren Sie das Trinkgeld auch nicht unter Tellerchen, Kaffeetassen oder Aschenbecher, denn die Belegschaft könnte es beim Abräumen leicht übersehen.

Bargeld oder Kreditkarte

Nach «die Rechnung, bitte» haben Sie die Möglichkeit, in bar oder per Kreditkarte zu bezahlen. Legen Sie entweder eine grosse Note zusammen mit der Rechnung auf das Tellerchen. Vom Rückgeld lassen Sie einen angemessenen Betrag als Trinkgeld zurück. Oder Sie begleichen die Rechnung mit der Kreditkarte und lassen ebenfalls einen passenden Barbetrag auf dem Tellerchen liegen. Am Schluss bedanken sich der Gast für den guten Service und der Kellner für das grosszügige Trinkgeld. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach Wohlwollen und gesunden Menschenverstand walten lassen.

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Nov 04

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Für Einladungen an Festanlässe bedankt man sich einen bis zwei Tage nach der Feier in telefonischer oder schriftlicher Form. Der Dank per SMS ist mit dem Hinweis statthaft, dass man noch persönlich anrufen wird. Bei einer offiziellen, geschäftlichen, amtlichen oder hochfestlichen Einladung zeigen Sie vier Mal Ihren Stil mit einem passenden Dank: Erstens nach Eintreffen der Einladung, zweitens an der Tür des Gastgebers, drittens beim Verlassen des Festes und viertens am nächsten, spätestens übernächsten Tag telefonisch oder schriftlich.

Der persönliche Dank vor Ort

Bei der Einladung zu einer grösseren Festivität erfolgt nach Ihrem Eintreffen an der Türe zuerst der Gruss an den Öffnenden. Unmittelbar danach der Dank an den Gastgeber mit gleichzeitiger Übergabe des Gastgeschenks. Sollte sich der Gastgeber schon inmitten der illustren Runde befinden, so geht der Eingeladene mit dem Geschenk auf die Suche. Erst danach wendet man sich den anderen Gästen zu.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Geben Sie – ohne vorherige Rückfrage beim Gastgeber – nie eine persönliche Einladung einfach an Dritte weiter. Treffen Sie möglichst pünktlich zum Anlass ein. So ehren Sie den Gastgeber und zeigen Ihre Dankbarkeit. Sind Sie verspätet, rufen Sie sofort den Einladenden an und geben Sie ihm Ihre voraussichtliche Eintreffzeit bekannt. Generell gilt: Bitte keine allzu überschwänglichen oder gekünstelten Dankesworte.

Nonverbale Dankbarkeit

Ein ehrlich gemeintes Lächeln oder eine freundliche Geste verbreitet Sympathie und gibt gleichzeitig dem Gastgeber das Gefühl von Anerkennung. Damit wird die Sensibilität für die Bedürfnisse des Einladenden auf elegante Weise dokumentiert. Dankbarkeit als Ausdruck des Gebens und Nehmens von gegenseitiger Wertschätzung schafft Vertrauen und verbessert die Beziehungsqualität. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Lassen Sie einfach Ihr Herz sprechen und den gesunden Menschenverstand walten.

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Okt 16

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Smalltalk ist ein unverbindliches Gespräch, bei dem sich Menschen mit unterschiedlichem Background offen begegnen und angeregt austauschen. Es dient dem verbalen Abtasten und dem Herausfinden von Gemeinsamkeiten. Die Themen sind von allgemeinem Interesse, einfach nachvollziehbar und mit Distanz zu kommentieren. Interesse zeigen, nachfragen, offene Fragen stellen. Sich selbst bleiben.

Kommunizieren mit allen Sinnen

Wer den Smalltalk beherrscht, sich auf neue Menschen vorbehaltlos einlässt, sich mühelos in ein Gespräch ein- und ausklinken kann, der schliesst innerhalb kürzester Zeit viele Kontakte. Der perfekte Einstieg gelingt meistens durch das Stellen von offenen Fragen. Bei bereits bekannten Gesprächspartnern eignet sich der Austausch aktueller Tagesgeschehnisse. Bei Unbekannten führt der Weg eher über allgemeines Gedankengut. Ideale Themen: Freizeit, Hobbys, Familie, Kinder, Kunst, Kultur, Theater, Bildung, Ausstellungen, Sport, Wetter und der Gastgeber.

Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Absolute Tabus: Religion, Politik, Rassismus, Krankheit und alle damit verbundenen Witze. Klatsch und Tratsch sind zwar nicht vermeidbar, dennoch sollte über eine Person niemals abwertend oder respektlos hergezogen werden. Andererseits macht es auch keinen Sinn, sich als Moralapostel aufzuspielen. Respekt, Gelassenheit, Nachsicht, Offenheit und grosszügiges Denken sind gefragt.

Unterhaltsame Horizonterweiterung

Diese Form von Gedankenaustausch erweitert den Horizont und bereichert beide Seiten mit Information und Wissen. Lassen Sie den Gesprächspartner erzählen. Er wird gerne über etwas reden, was ihm gefällt. Die Erfolgsstrategie der unwiderstehlichen Smalltalker liegt darin, dass es ihnen gelingt, sich sofort auf den Gesprächspartner einzustellen und ihm das Gefühl von Wohlbefinden zu vermitteln. Angereichert mit einer guten Portion Witz, Charme und Unterhaltung. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Gehörtes und Gesagtes mit gesundem Menschenverstand kommentieren und damit zeigen, dass sie auf Ihr Gegenüber eingehen.

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Sep 28

Ein echter Gentleman beherrscht in jeder Lebenslage die Etikette und verfügt immer über tadellose Umgangsformen. Bei einer Festtafel werden gewöhnlich nicht mehr Besteckteile als für vier Gänge gedeckt. Sind Sie zu einem Galadiner mit sieben oder mehr Gängen eingeladen, wird nach dem vierten Gang neu eingedeckt. Das Besteck wird immer von aussen nach innen benutzt. Brotteller und Buttermesser liegen links, der Suppenlöffel rechts und das Dessertbesteck oberhalb des Tellers.

Welches Besteck für welche Speise?

Die nobel gedeckte Festtafel

Salat als kalte Vorspeise oder Zwischengang: Nur mit Gabel zerkleinern und essen.
Suppen
: Löffel zum Mund führen (nicht umgekehrt); bei Suppenrest – nur Suppentassen dürfen mit einer Hand gehalten und ausgetrunken werden.
Vorspeisen
: Fisch mit Fischbesteck, Krustentiere mit spezieller Zange und Gabel.
Fleisch
: Messer und Gabel – kleine Stücke abschneiden.
Käse:
Messer und Gabel.
Brot:
Von Hand brechen und in Mund gerechten Stücken geniessen.
Nachspeise
: Mit Dessertbesteck – gilt sowohl für kalte als auch warme Nachspeisen.

Achtung Stolpersteine

Ob im Geschäftsalltag oder Privatleben – es gilt, den stilistischen Tritt ins Fettnäpfchen zu vermeiden. Die Serviette gehört weder an den Hemdknopf noch um den Hals gebunden – sie wird nur auf den Schoss gelegt. Nach dem Essen nicht als Knäuel, sondern gefaltet rechts neben dem Teller platzieren. Tabu: Benachbarte Stuhllehnen umarmen, Hände im Schoss, Ellbogen aufstellen, mit vollem Mund sprechen, mit Besteck gestikulieren, Zahnstocher benutzen, am Tisch niesen oder schnäuzen, Smalltalk und Witze über Politik, Religion, Krankheit, Rassismus einbringen, beim Buffet drängeln, den Teller überfüllen oder sich x-fach nachschöpfen.

Kleine Orientierungshilfe

Falls für den Kellner aus Platzgründen möglich, gelten folgende Richtlinien: Gefüllte Teller werden von rechts gereicht und von links abgeräumt. Ebenfalls von rechts werden Getränke eingeschenkt und die Gläser links entfernt. Während einer Essenspause ist das Besteck gekreuzt auf dem Teller abzulegen, vor dem Anstossen sind zuerst die Lippen und Mundwinkel mit der Serviette zu reinigen. Beim Galabuffet füllt man seinen Teller massvoll und bedient sich noch maximal zweimal. Selbstgeschöpfte Portionen werden möglichst aufgegessen. Der leere Teller mit Besteck darf stehen gelassen werden und wird am Ende von der Bedienung abgeräumt. Und wenn Sie einmal nicht mehr weiter wissen: Einfach umsichtig sein und den gesunden Menschenverstand walten lassen.

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